Die von Innenminister Schäuble vorgestellte Studie zum Gefährdungspotential durch islamistische Migranten hat für einigen Pressewirbel gesorgt.
Natürlich wird versucht, das Ergebnis der Studie von interessierter Seite aus zu verharmlosen. Ganz beliebt dabei ist der Hinweis darauf, daß Deutsche, vor allem junge Deutsche, doch genauso demokratiefeindlich seien wie die Mohammedaner.
Zum Beispiel meldet sich hier Bekir Alboga zu Wort:
Der Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime, Bekir Alboga, teilte in Köln mit, der Bericht zeige, dass sich die Einstellung von jungen Muslimen und Nichtmuslimen zu Demokratie und Rechtsstaat nicht wesentlich unterscheide. Man könne also nicht sagen, dass der Islam Demokratiefeindlichkeit fördere.
Wie nicht anders zu erwarten, werden die Ergebnisse der Studie des Bundesinnenministeriums so gedeutet, daß die Schuld an der Radikalisierung der Muslime auf die Deutschen abgeladen wird, welche den bedauernswerten Einwanderern Ausgrenzungserfahrungen bescheren:
Die mehr als 500 Seiten fassende Studie zeigt auch die jahrezehntelangen Versäumnisse bei der Integration muslimischer Zuwanderer auf. Bei den Älteren gebe es eine resignative Abwendung von der Aufnahmegesellschaft und einen „Rückzug in das wärmende und schützende Umfeld der Migrantenmilieus“. Bei den Jüngeren beobachten die Forscher hingegen häufiger die Bestrebung, als selbstbewusste Muslime anerkanntes Mitglied der Aufnahmegesellschaft sein zu wollen. Diese Hinwendung werde allerdings teilweise durch Reaktionen der Deutschen konterkariert.
Auch der Abgeordnete der Grünen, Omid Nouripour, sieht Deutsche als genauso demokratiefeindlich an wie die jungen Muslime:
Die tendenzielle Schwächung der Demokratie lässt sich an vielen Punkten festmachen. Die Nazis in diesem Land zum Beispiel sind durchweg nicht-muslimischen Glaubens. Wenn wir mal die schlecht ausgebildeten jungen Männer ohne Islam-Hintergrund mit den schlecht ausgebildeten jungen Männern vergleichen, die sich dem Islam zugehörig fühlen – dann kommen wir zu ganz ähnlichen Ergebnissen
Nouripour schiebt die Schuld an dem Mißstand ebenfalls auf die deutsche Aufnahmegesellschaft, die so Nouripour, nicht dafür sorgt daß Menschen genügend Ernst genommen werden. Damit meint er selbstredend, daß Moslems nicht genügend ernst genommen werden, denn wer will schon Deutsche, die ja alle irgendwie zu rechtem Gedankengut neigen, ernst nehmen? Ganz gewiß nicht unsere immer zahlreicher werdenden Politiker mit Migrationshintergrund.
Eine weitere Studie wird in der Frankfurter Rundschau-online erwähnt, die sich speziell mit der Demokratiefeindlichkeit der Deutschen beschäftigt. Hier kam erschreckendes zutage:
Der Aussage „Wir sollten einen Führer haben, der mit starker Hand regiert“ stimmten 15,2 Prozent zu. „Die Ausländer kommen nur hierher, um unseren Sozialstaat auszunutzen“, fanden 37 Prozent. „Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß“: 17,8 Prozent. „Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen“: 14,8 Prozent. „Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten“: elf Prozent Zustimmung. Ein „geschlossenes rechtsextremes Weltbild“ bescheinigten die Autoren 8,6 Prozent der Deutschen (9,1 West, 6,6 Ost).
Das bestätigt natürlich das, was auch die Autoren der anderen Studie zur Lage des Islam in Deutschland schon feststellten, daß die jungen Deutschen nämlich genauso demokratiefeindlich sind wie die Moslems.
Was dabei völlig verzerrt wird ist folgendes: Gewiß sind viele Deutsche „demokratiefeindlich“, aber nicht weil sie Demokratie ablehnen, sondern weil das jetzige Regierungssystem keine Demokratie ist, sondern sich immer mehr zu einer Diktatur entwickelt. Nichts wird hier so konsequent ignoriert und mit Füßen getreten wie der Volkswillen.
Und die Deutschen haben nunmal die Vorstellung von Demokratie gleich Volksherrschaft. Sie sind nicht gegen Demokratie, sondern gegen das herrschende Regime das seinen Auftrag, dem Wohl des deutschen Volkes zu dienen und Schaden von ihm abzuwenden, völlig ins Gegenteil verkehrt hat.
Während die Demokratiefeindlichkeit der Moslems eine ganz andere ist. Ihnen geht es darum einen Staat aufzubauen, der auf dem Gesetz der Scharia gründet. Das ist ein Gesellschaftsentwurf der mit der aufgeklärt-humanistischen westlichen Gesellschaftsordnung nicht vereinbar ist.